Wieder Tempo 100

 Stadt Cloppenburg

Sevelter Straße 8                                                      

49661 Cloppenburg                                                               Cloppenburg, 03.09.2013

 

 

 

Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung nach § 45 StVO Tempolimit und Durchfahrtsverbot auf der OU Cloppenburg, B 213 / E 233,

hier:  Presseerklärung der Stadt Cloppenburg „Wieder Tempo 100“ vom 07.08.2013

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

in der Presseerklärung vom 7.08.2013 kündigte die Stadt Cloppenburg an, dass die Einrichtung eines Tempolimits auf der OU Cloppenburg B 213/E 233 von generell 100km/h und für LKW nachts von 70km angeordnet wurde. Ausdrücklich betont die Stadt Cloppenburg, dass zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Abgasen und Lärm dort eine Geschwindigkeitsreduzierung notwendig ist.    

Der VVC begrüßt diese allgemeine Maßnahme, möchte aber aufgrund der nachgewiesenen Krebshäufung, besonders bei Frauen, darauf hinweisen, dass die Maßnahme vor dem Hintergrund der Krebshäufung nicht ausreicht, um den Schutz der Bevölkerung dauerhaft zu gewährleisten. Auch weist der VVC darauf hin, dass die Maßnahme nur dann sinnvoll ist, wenn durch regelmäßige Kontrollen das Verkehrsverhalten überprüft wird.

Wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. C. Maschke und E. Greiser) haben die Zusammenhänge von Lärm (Lärmstress) auf das Immunsystem aufgezeigt. Neben dem Lärm müssen aber auch die karzinogen wirkenden Abgase, vor allen die des Schwerlastverkehrs genannt  werden. Zu Recht warnen  die Wissenschaftler der WHO vor den Gefahren, die von Dieselabgasen ausgehen.

Dies  legt den Verdacht nahe, dass es  im Bereich der OU Cloppenburg, besonders bei Frauen, zu einer Immunschwächung kommt. Das bedeutet aber, dass auch die vom Straßenverkehr ausgehenden karzinogenen Schadstoffe stark begrenzt werden müssen. Der VVC hält daher an der Forderung eines deutlichen Tempolimits und eines Durchfahrtsverbots für LKW (Transitverkehr) fest.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, aufgrund der Krebshäufung geht der VVC davon aus, dass die Stadt Cloppenburg als zuständige Behörde regelmäßige Untersuchungen zur Luftqualität im Umfeld der OU B 213/E233 durchgeführt hat und dass die Einrichtung des o. g. Tempolimits auf der Grundlage dieser Messergebnisse getroffen wurde (Bundes – Immissionsschutzgesetz, Überwachung der Luftqualität). Daher bitten wir Sie auf der Grundlage des Umweltinformationsgesetzes,  dem VVC die Messergebnisse über die Luftqualität im Bereich der OU seit 2009 (Feststellung der Krebshäufung) zur Verfügung zu stellen.  

Mit freundlichen Grüßen

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Presseerklärung 24.06.2013

 

 VVC erlebt Bürgernähe

Auf Vermittlung von Frau Renate Geuter  (SPD, MdL), nahm sich die Sozialministerin Frau Cornelia Rundt  am Rande des Landtagsplenums in Hannover die Zeit mit Vertretern des VVC (Verkehrs- und Verschönerungsverein für den Cloppenburger Südwesten  e. V.) über die Krebsmortalität im Südwesten der Stadt Cloppenburg zu sprechen. Im Beisein von Hans-Joachim Janßen (Grüne, MdL) und den Mitarbeiter des Sozialministeriums und des Landesgesundheitsamtes wurde die Problematik der Krebsübersterblichkeit im Südwesten der Stadt Cloppenburg erörtert.

Das Gespräch wurde vom VVC gewünscht, da das Gutachten „Postmonitoring der Krebsmortalität im Südwesten der Stadt Cloppenburg, EKN, 2013“ die hohe Krebsübersterblichkeit, vor allem bei den Frauen, wieder bestätigt hat (Brustkrebs SMR 3,33; 1987-2006: 1,63) und Bauchspeicheldrüse SMR 5 1987-2006: 4,28). In Cloppenburg ist mit dem neuen Gutachten eine seit 25 Jahren durchgehende Krebsübersterblichkeit festgestellt worden.

In den Bewertungen der Ergebnisse und den damit verbundenen Handlungsnotwendigkeiten unterscheiden sich die Einschätzungen der Mitarbeiter des Sozialministeriums und des Landesgesundheitsamtes von denen der VVC-Vertreter erheblich.

In dem Gespräch wurde nicht mehr in Frage gestellt, dass überdurchschnittlich viele Krebssterbefälle bei Frauen auftreten und dass dies eine starke Auffälligkeit gegenüber dem Landesvergleich darstellt. Nach EKN „ist die krebsbedingte Sterblichkeit seit 1990 um mehr als 20% gesunken, wobei 2010 mehr Männer an einer bösartigen Neubildung in Niedersachsen verstorben (11754 Männer und 9852 Frauen) sind als Frauen.

Die Suche nach räumlich verorteten Ursachen wurde von den Vertretern des Sozialministeriums und des Landesgesundheitsamtes bisher als nicht sinnvoll erachtet, da keine Hinweise für Häufungen von spezifischen Krebsdiagnosen, die besonders im Zusammenhang mit Schadstoffexpositionen zu diskutieren sind, vorliegen würden. Der VVC sieht dies anders und geht vielmehr von der Möglichkeit einer Immunschwächung aus.

Um die bestehenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der wissenschaftlich unterschiedlichen Positionen zwischen dem NLGA und dem VVC, der bekanntlich von Frau Prof. Dr. Irene Witte und Herrn Prof. Dr. med. Rainer Frentzel-Beyme beraten wird, zu erarbeiten und zu klären, wird auf Vorschlag der Sozialministerin Frau Rundt ein Gespräch zwischen den Parteien  stattfinden. Sie betonte, dass sowohl die emotionalen als auch die fachlichen Unterschiede in einem offenen Dialog analysiert und festgehalten werden müssten, um Ungereimtheiten aus den Weg zu räumen. Seitens des Sozialministeriums wurde der Wunsch geäußert, dass nicht nur die Fachleute der beiden Seiten, sondern auch Vertreter des VVC an dem Austausch teilnehmen könnten, damit der fachliche Austausch transparent sichtbar ist.

Der VVC sieht in der Entscheidung der Ministerin einen Durchbruch für die Klärung der fachlichen Einordnung der beobachteten Krebsübersterblichkeit im Südwesten der Stadt Cloppenburg. Die Einladung zu diesem Gespräch zeigt aber auch, dass die neue Landesregierung die Sorgen der Bürger ernst nimmt und zu Gesprächen bereit ist. Dies nennt man Bürgernähe.

Foto Landtag2von Links: Bernard Hinrichsmeyer (VVC), MDL Hans-Joachim Janßen, Dieter Thomeè (VVC) Sozialministerin Cornelia Rundt, Franz-Josef Hermes (VVC) und MDL Renate Geuter

 

 

 

 

 

 

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Neue Namen – Alte Politik – Antwort von Olaf Lies bezüglich der Krebshäufung in Cloppenburg

Kommentar zu Olaf Lies folgt

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